GRIPS Deutsch 22 Wie schreibt man Briefe, SMS oder E-Mails?
Egal, ob du einen formellen Brief oder eine Anfrage per SMS schreibst, ob du dich per E-Mail beschwerst oder per Brief bewirbst - es gibt Regeln, die es dir einfacher machen, schriftlich zu kommunizieren. Hier findest du sie.

Gehörst du auch zu den Jugendlichen, die am Tag viele Chatnachrichten verschicken? Dann bist du schon fleißig dabei, schriftlich zu kommunizieren. Im Alltag begegnen dir Situationen, in denen du etwas schriftlich mitteilen möchtest oder musst. Dazu hast du verschiedene Möglichkeiten, die im Folgenden genauer beschrieben werden.
Persönlicher Brief
Sowohl der auf Papier geschriebene Brief, als auch die SMS und E-Mail zählen zu den persönlichen Briefen. Obwohl sie persönlich sind und ganz unterschiedliche private Inhalte haben, solltest du dich an einen bestimmten Aufbau halten.
Brief
Anrede, Ort, Datum
Text
Gruß
Unterschrift
Denke daran, die Anredepronomen bei jemandem, den du siezt aus Höflichkeit groß zu schreiben, also: Sie, Ihr, Ihre, Ihnen.
Vergiss auch nicht den Briefumschlag richtig zu beschriften und mit einer Briefmarke zu versehen.
Absender Briefmarke
Empfänger
SMS
SMS ist die Kurzform für short message service. Das ist englisch und bedeutet Kurznachrichtendienst. Und kurz können diese Nachrichten auch nur sein, da je nach Handy und Vertrag pro SMS nur eine bestimmte Anzahl an Zeichen übermittelt werden können. Deswegen ist es üblich viele Wörter und Redewendungen abzukürzen. Gefühle und Stimmungen werden häufig durch Symbole, wie beispielsweise Smileys ersetzt.
E-Mail ist die Kurzform von electronic mail. Das ist englisch und bedeutet elektronische Post. Auch wenn du eine E-Mail schreibst, solltest du bestimmte Dinge beachten.
Wichtig bei der E-Mail
Geschäftsbrief
Zu den Geschäftsbriefen zählen zum Beispiel Bewerbungsschreiben, Kündigungen von Verträgen, Rechnungen und auch Reklamationen. Da in ihnen wichtige Informationen mitgeteilt werden, hat man sich auf eine bestimmte Norm geeinigt.
Wichtiges zum Geschäftsbrief
Leserbrief
Aufbau des Leserbriefes
Online-Bestellungen
Bei Online-Bestellungen ist keine Unterschrift möglich und notwendig. Wenn du im Internet etwas bestellen möchtest, musst du dich daher normalerweise bei dem Internet-Shop registrieren, das heißt deinen Namen und deine Adresse angeben. Als Kunde hast du bei Online-Bestellungen immer ein Rückgaberecht. Also keine Angst, wenn dir etwas nicht gefällt oder ein Spaßvogel etwas in deinem Namen bestellt hat. Aber achte darauf, wie lange du dir mit der Rückgabe Zeit lassen kannst, auch hier gelten Rückgabefristen. Achte darauf, wo du welche persönlichen Daten angibst, wie diese gespeichert werden und wie sicher die Übertragung deiner Daten ist.
"Schriftform"
Wird eine "Schriftform" verlangt, ist damit meistens ein Brief per Post gemeint, weil nur dann deine Originalunterschrift dabei ist. Eine E-Mail ist dann häufig nicht gültig! Nur bei Briefen per Einschreiben bekommst du eine Empfangsquittung. Also Vorsicht: Möchtest du per E-Mail oder auch mit normalem Brief etwas reklamieren oder zurückschicken, beziehungsweise Widerspruch einlegen, musst du überprüfen, ob deine Reklamation bestätigt wird und man mit deinem Vorgehen einverstanden ist. Darum kannst du schriftlich bitten.
Beispiel: "Hiermit storniere ich meine Bestellung und bitte Sie mir dies kurz zu bestätigen. Wenn der Vorgang einer anderen Form bedarf, teilen Sie mir diese bitte fristgerecht mit."
Erhältst du nicht umgehend eine Rückbestätigung, solltest du unbedingt noch einmal fristgerecht reklamieren, notfalls per Einschreiben. Eine automatisierte Empfangsbestätigung, dass deine E-Mail beim Adressaten eingegangen ist, hilft dir bei einem Rechtsstreit nicht weiter. Ach ja: Behalte von deinen wichtigen Briefen eine Kopie, damit du in einem Streit nachprüfen kannst, was du geschrieben hast.
Briefgeheimnis
Sowohl Briefe, SMS, E-Mails als auch Geschäftsbriefe unterliegen dem Briefgeheimnis, beziehungsweise Fernmeldegeheimnis. Das bedeutet, dass deren Inhalt nur für den Empfänger bestimmt ist und auch nur dieser sie öffnen und lesen darf. Es ist eine Straftat, wenn du unerlaubt einen fremden Brief öffnest oder liest. Genauso verboten ist es, heimlich die SMS auf dem Handy eines Freundes zu lesen.
Begriffserklärungen
Die fett geschriebenen Begriffe sind vielleicht nicht ganz einfach. Deshalb sind hier einige noch einmal kurz erklärt: