Telekolleg - Deutsch







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Medienveränderung Übung

Stand: 21.11.2011 | Archiv |Bildnachweis

Machen Sie mit!

Frage

Im Chatroom kann jeder sein, was und wie er im wirklichen Leben nie war oder sein konnte und könnte. Aus dem Nichts kann man sich eine feine virtuelle Identität zulegen, jenseits der Erdenschwerde der persönlichen Biografie mitsamt all ihren Verwicklungen, Verpflichtungen oder Bindungen.

Wer die Nettikette, den Verhaltenskodex des einen Chatrooms verletzt, wechselt einfach in einen anderen. Wer sich beim Flirt mit seiner großen Liebe zu dämlich angestellt hat, aber von ihr nicht lassen kann, probiert’s unter neuem "Nickname" einfach noch einmal. Ob dieses fantastische Spiel mit der eigenen Identität eine Erweiterung der Persönlichkeit oder eine Flucht aus der Faktizität des wirklichen Lebens ist, bleibe offen.

Es gibt indes einen berühmten deutschsprachigen Schriftsteller, der in seinen Werken immer wieder genau das machte, was nun jeder im Chatroom kann: Er suchte der unwiderruflichen Faktizität des wirklichen Lebens zu begegnen durch das Spiel mit den unterschiedlichsten Geschichten und Identitäten. Schon in manchen Titeln kündigt der Autor an, dass es um ein Spiel mit der Identität geht. Kennen Sie ihn?







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